BANGKOK - OVERLOADED AND NO SEXY?


Bangkok Straßenverkehr
Mein zweites Mal in Thailand. Mein zweites mal in Bangkok - die Stadt die niemals schläft. „Lost in Bangkok“ wie es so schön heißt. Nach unserem Flug sind wir in den frühen Morgenstunden in der Thailändischen Hauptstadt gelandet. Wir sind direkt mit der U-Bahn zu unserem Hotel gefahren. Meine Schwester Kathi hat im August ja ihr Studium zur Physiotherapeutin abgeschlossen, mein Geschenk an sie war das wunderschöne kleine Hotel „Tints of Blue“  im Stadviertel Sukhumvit. Wir waren beide ziemlich fertig vom Flug und haben somit erst mal das wahnsinnig tolle Hotelfrühstück genossen und den Nachmittag am Pool verbracht.
Hotel Tint of Blues Frühstücksraum  Hotel Tint of Blues Schlafzimmer  Hotel Tint of Blues Frühstücksbuffett
Am Abend fühlten wir uns fit genug um die Stadt zu erkunden. Grundsätzlich haben wir versucht, alle Plätze so gut wie möglich mit den öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen. Darum ging es auch zum Rod Fai Nightmarket in Ratchada, da dieser nur wenige U-Bahn Stationen von unserem Hotel entfernt war. Der Start in die asiatische Welt mit einem Marktbesuch kann ich nur empfehlen - nirgendwo kann man sich besser an die Thais, ihre Esskultur, die verschiedensten Gerüche und Verhaltensweisen gewöhnen. Wir haben auch ein, zwei thailändische Gerichte probiert und uns langsam ins Gewusel eingefunden. Da Ende September die Regenzeit gerade am Ausklingen ist, hat ein Gewitter unseren Abend vorzeitig beendet. Der Regen in Thailand ist jedoch komplett anders wie wir ihn kennen: grundsätzlich ist der Regen warm, es kühlt kaum ab, die Luftfeuchtigkeit ist wahnsinnig hoch und es steht alles ziemlich schnell unter Wasser. Es war aber ziemlich eindrucksvoll einen solchen Regenguss mitzuerleben.
 
Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zum Pier - von dort fuhren wir mit dem Expressboat über den Fluss Chao Praya. Ein richtiges Spektakel, dass jeder mal erleben sollte. In den unten angeführten Tipps schreib ich euch auf, von wo es am besten ist die Bootstour zu starten. Wie es sich für typische Thailand-Touristen gehört, klapperten wir zuerst mal die Tempel ab: als erstes stand der Wat Arun an. Es ist meiner Meinung nach der schönste und sehenswerteste Tempel in Bangkok. Der Wat Arun wurde fast nur aus Mosaiksteinen erbaut, die zusammen ein Blumenmuster ergeben. Dies verleiht dem Tempel sein einzigartiges Aussehen. Danach haben wir den Wat Pho besucht - eine wunderschöne Tempelanlage, um einiges größer als rund um den Wat Arun, trotzdem sehr gemütlich. Wir waren am späten Nachmittag dort, dass Licht war einfach einmalig. Auch eine Massage können wir hier sehr empfehlen um die Füße nach dem langen Stadtspaziergängen mal ordentlich durchkneten zu lassen. Dort befindet sich nämlich das „Official Medical Therapycenter“ - die Massagen sind zwar höherpreisiger, jedoch kann man sich sicher sein, dass die Masseure dort wissen, was sie tun.
Wat Arun    Liegende Buddhastatue Wat Pho
Zwischendurch waren wir im Chinese Town etwas essen. Dies ist der nächste Fixpunkt den ich empfehlen kann. Zwischen all den Chinesischen Touristen, die ihre Billigwaren wie Kleidung, Stofftiere oder Plastiktierchen in Massen einkaufen, findet man hier auch eine tolle Auswahl an chinesischen Gerichten. Wir waren im Hongkong Noodle Restaurant. Es war wirklich herrlich zwischen den ganzen Japaner und Chinesen mit Stäbchen eine Nudelsuppe zu schlürfen.
Chinese Town Bangkok 
Am Abend hat’s uns dann obligatorisch in die Khao San Road verschlagen. Eine Bar nach der anderen säumt hier die rechte und linke Straßenseite. Hier findet man auch die bekannten Skorpion- und Insektenverkäufer. Fotos machen ist anscheinend strengsten verboten bzw. werden 10Baht dafür verlangt. Der neueste Gag ist der Erwerb von Lachgas - keine Ahnung wie das funktioniert, wir hatten es auch ohne chemische Mittel ziemlich lustig und waren in einer ziemlich coolen Bar ein Chang-Bier trinken.
Khao San Road Cafe 
Mein absolutes Sightseeing-Highlight war der Khlong Toey Market. Wir waren die einzigen Touristen dort und ließen uns einfach durch die Marktstände und das Thailändische Gewusel treiben. Es war so beeindruckend zu sehen, was man hier alles kaufen kann - vor allem an Lebensmittel. Der Markt ist ein Anlegepunkt der Thais, wo alle Waren von überall her zusammen kommen, um dort weiterverkauft zu werden.

Khlong Toey Market Fische  Khlong Toey Market Gemüse 
Kompletter Kontrastpunkt zu unserem Einheimischen-Highlight war unsere nächster Stop. Der Königspalast - ich hatten ihn wunderschön in Erinnerung und wurde dieses Mal leider komplett enttäuscht. Es waren eindeutig zu viele Touristen dort, wir konnten die Tempelanlage garnicht genießen. Man merkt hier auch, dass aus uns Ausländern soviel Geld wie möglich rausgeholt werden sollte - vor dem Palast werden alle möglichen Guided-Tours und Billigsouveniers angeboten. Es herrscht eine strikte Kleidungsvorschrift: Lange Hose und geschlossenes Oberteil, ansonsten muss man sich ein T-Shirt dort kaufen. Bei den Thais gilt nämlich: NO SEXY! Im Endeffekt hatten wir nach einer halben Stunde schon genug im großen Tempel und sind ganz schnell wieder raus aus der Touristenfalle.
Königspalast Bangkok
 
Unseren letzten Abend haben wir dann auf der Skybar des Lebua-State Tower, bekannt aus dem Film Hangover 2, genossen. Wundervolle Aussicht über die ganze Stadt und wirklich freundliches Personal. Kein Wunder bei den Preisen der Drinks. Dafür gibt es gratis leckere Snacks dazu.
 
Fazit:
Egal ob overloaded and no sexy - Bangkok ist eindeutig immer wieder einen Besuch wert.  Es gibt hier soviel zu entdecken und es ist ein sanfter Start in die asiatische Welt. Vor allem als Backpacker-Neuling findet man sich hier mega schnell zurecht, auch mit den öffentlichen Verkehrsmittel. Die Thais sind so freundlich wie eh und je, sie helfen immer weiter bei Fragen und wollen, dass es uns Touristen so gut wie möglich geht. Ich habe nicht erwartet, in einer Millionenstadt wie Bangkok nochmal etwas zu finden, wo man der einzige Tourist ist - aber am Khlong Toey Markt haben wir das authentische Thai-Leben wiedergefunden und es war einfach wunderbare, sich mittendrunter zu mischen.
Bangkok - wir werden uns auf jeden Fall mal wieder sehen <3
Nightlife Bangkok Aussicht
 

Lisa's Bangkok-Hacks

Transportmöglichkeiten:
In Bangkok gibt es mehrere Wege wie du dich fortbewegen kannst. Wir sind riesen Fans der öffentlichen Verkehrsmittel. MRT + BTS - das sind die U-Bahn und der Skytrain. Sie führen quer durch ganz Bangkok und man gelangt damit zu allen wichtigen Verbindungsstationen und Sehenswürdigkeiten. Meiner Erfahrung nach auch die günstigste Variante um durch die Stadt zu cruisen.
Tuktuk: immer mit den Fahrern vorher den Preis ausmachen, Verhandeln ist     erwünscht. Es ist ab und zu recht angenehm, sich einfach durch die Stadt     kutschieren zu lassen. Man kommt auch recht flott von A nach B.
Mopedtaxi: haben wir nicht ausprobiert, soll aber laut Erzählungen richtig    abenteuerlich und lustig sein. Wenn man jedoch zu 2. Ist fährt man    halt auch gerne gemeinsam in einem Gefährt - dass ist bei den Mopedtaxis natürlich nicht möglich.
Taxi - immer nach dem Taxameter fragen, wenn der Fahrer diesen nicht   einschalten möchte einfach auf das nächste warten, die stehen sowieso   an jeder Straßenecke rum oder fahren an einem vorbei.
MRT: U-Bahn System, neben dem Skytrain das günstigste Transportmittel;
BTS: Skytrain, sehr zu empfehlen, da günstig und schnelle Verbindungen zu  allen Sehenswürdigkeiten. Man sieht auch super gut über ganz Bangkok.
Expresssboat über den Chao Praya: Ein Muss auf jeder Bangkokreise. Wir sind nur mit der Orange Line gefahren - eine Fahrt kostet 15Baht (also umgerechnet um die 30 Cent). Mit dem Skytrain bis zur Haltestelle Saphan Taksin fahren. Der Erwerb eines Tickets ist entweder am Bootseinstieg oder auch am Boot möglich. Tolle Hotspots wie der Wat Arun, der große Königspalast,, Flower Market, Khao San Road oder auch der Lebua Tower lassen sich super damit ansteuern.
 
Tipps:
  • Bei Ankunft am Flughafen Suvarnabhumi mit dem Airport Rail Link (eine Art Skytrain, Verbindung zur MRT und BTS) in die Innenstadt fahren. Deutlich günstiger und auch oft schneller als Taxis - die verlangen nämlich neben dem Taxameterpreis auch eine Highway-Gebühr.

  • Bei Sehenswürdigkeiten Taxi, Tuktus oder Mopeds immer eine Straße weiter suchen, denn bei den Touristenattraktionen setzen die Fahrer den Preis generell schon mal höher an. Wir sind einfach immer zur nächsten Nebengasse gegangen, dort sind die Fahrer generell weniger aufdringlich und es ist meist stressfreier zu verhandeln.

  • Unbedingt immer eine leichten Pullover oder Schal mitnehmen, zum schnell drüber anziehen. Vor allem in den öffentlichen Gebäuden oder Verkehrsmittel kühlen die Thailänder richtig runter und das ist für alle Frostbeulen, so wie ich eine bin, der absolute Horror.

  • Am  Khlong Toey Market am besten festes Schuhwerk anziehen. Es tropft vor allem von den Fisch- und Fleischständen auf den Boden. Die Einheimischen laufen dort sogar alle mit Gummistiefel rum.

  • Kleidungsvorschrift bei den Tempeln genau befolgen: am besten eine lange Hose und ein geschlossenes Shirt anziehen - im Königspalast hatte meine Schwester ein Tanktop an und trotz einem Tuch darüber musste sie sich ein T-Shirt kaufen.

  • Die Preise der Cocktails und Drinks am Lebua-Tower unbedingt genau studieren. Kann schnell mal passieren, dass man für zwei Getränke 90€ bezahlt ;)
Hoteltipp: 
in BKK sind wunderschöne Stadthotels oft günstigst zu ergattern. Einfach früh genug die verschiedenen Buchungsportale durchstöbern, da lässt sich immer was tolles finden. Ich kann 2 Hotels empfehlen, in denen ich selbst als Gast einige Tage verbracht habe: 
  • Siam@Siam Designhotel  
  • Tint of Blues
Essens-Tipps:
  • Am allerbesten einfach an den Verkaufsständen direkt an der Straße oder an den verschiedensten Märkten essen - meine Devise ist immer: dort wo viele Menschen essen muss auch immer frisch gekocht werden. Somit stehen die Chancen eines verdorbenen Magens deutlich geringer. Frisches Obst findet man sowieso an jeder Ecke - dafür liebe ich die asiatischen Länder so sehr. 

  • Brocolli-Revolution: Für alle Veganer und Vegetarier unter euch ein absolutes Highlight. Ein wirklich stilvoll eingerichtetes Restaurant mit wundervollem Essen und frisch gepressten Juices. Preislich etwas hochwertiger aber eindeutig jeden Cent wert. 

 

Meine kleine Weltreise steht unter dem Motto Slow Travel - ich gebe liebend gerne meine Erfahrungen und Tipps weiter, auch die abseits der typischen Touristenpfade. Wer jedoch vollgepackte Sightseeing-Tage und die schnellste Verbindung von A nach B sucht, findet hier leider nicht das richtige. Ich bin auch niemand der nur Low-Budget reist - natürlich befinde auch ich mich nicht in der Lage, mit Geld gedankenlos um mich zu werfen, jedoch geb ich meine Moneten sehr gerne für komfortables Schlafen, duschen und vor allem gesundes Essen aus. Es freut mich aber sehr, wenn der ein oder andere Tipp hilfreich für eure Reise ist.

     


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