Christmas abroad: meine persönliche Weihnachtsgeschichte


Ich liebe Weihnachten. Vor allem die Zeit davor, das warten auf’s Christkind, die Bescherung, die gemeinsame Zeit nur mit der Familie und das mega gute Essen. Ich hab grundsätzlich kein Problem mit Veränderungen im Leben, aber an Weihnachten muss jedes Jahr ALLES gleich ablaufen - dass dies so bleibt wird auch von meiner Schwester und mir alljährlich wieder gefordert. Weihnachten steht für mich vor allem für Zeit mit meiner Familie, nur wir 4 vorm Christbaum. Jedes Jahr lachen wir uns wieder kaputt, weil nur mein Dad gut singen kann und versucht, die schiefen Töne von uns 3 Mädels auszugleichen. Jedes Jahr gibt’s das beste Fondue auf Erden und uns platzt der Bauch  am Ende. Trotzdem gibts natürlich noch eine Nachspeise. Meine Eltern haben definitiv alles richtig gemacht, denn wir erleben jedes Jahr einen kleinen Teil unserer Kindheit wieder. Und jedes Jahr, seit ich klein bin, frag ich mich still und heimlich wie wohl die Menschen auf der anderen Seite der Welt Weihnachten feiern.
Kapstadt Aussicht Lionshead
Dieses Jahr ist meine Reise genau über Weihnachten und den Jahreswechsel gefallen. Seit Anfang an hab ich mich gefragt, wie ich wohl damit umgehen werde, wenn ich so weit weg von meiner Familie bin. So weit weg von Glühwein, Adventsmarkt, Kekserl und Christbaum. Und kalten Temperaturen, denn ich hab mir dieses Jahr ein Jahr Sommer ausgesucht. 
Ich bin gedanklich so weit weg von Weihnachten wie körperlich von meiner Familie. Draussen scheint die Sonne, es hat seit einer Woche um die 30 Grad und wir haben den Tag vor Weihnachten endlich mal genutzt, einfach nur am Strand zu chillen.
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Plötzlich ist er da, der 24. Dezember 2018 - und entpuppt sich zum perfekten Tag. Ich glaube, ich bin dem Sinn von Weihnachten noch nie so nahe gewesen wie dieses Jahr. Die Weihnachtszeit soll für uns  alle eine Zeit voller Entspannung, Gemeinsamkeit und den Dingen sein, die wir gerne machen. Zuhause stressen wir uns den ganzen Dezember, was wir wem schenken sollen, drängen uns durch volle Einkaufshäuser, planen, dekorieren, rennen von einem Weihnachtsmarkt zum nächsten. Und vergessen voll und ganz auf uns selbst und einen Gang zurück zu schalten. Meine kleine Weltreise hat mir die Möglichkeit geschenkt, dieses Jahr mal nicht an Geschenke zu denken. Das war so befreiend, dass ich nicht mal meiner Schwester beratend zur Seite stehen hab können, beim Thema Geschenke für die Familie.
 
Lions Head Ausblick
Ich hab den Tag mit so wundervollen Menschen verbracht - Jules, meine Soulsister, sowie Felix und Julia, bei denen wir gerade in Capetown wohnen. Wir sind gemeinsam aufgestanden, waren um den Lion’s Head laufen mit einer Wahnsinns Aussicht und sind dann gemeinsam Frühstücken gewesen. Anschließend waren wir am Strand, haben Weihnachtsfotos für unsere Familien geschossen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Am Abend haben Felix und Julia ein super tolles Weihnachtsmenü für uns gezaubert, wir haben Wein und Tee getrunken, Michael Bubble gehört und wunderschöne Gespräche geführt. Zwischendurch haben wir immer wieder mit unseren Familien geskyped und waren somit auch live zuhause dabei. 
   Weihnachtsmenue Gang 1 Weihnachtsmenue Gang 2 Weihnachtsmenue gang 3
So sehr ich meine Familie vermisse, ich bin so froh und dankbar, Weihnachten mal komplett anders verbringen zu dürfen. Mit Menschen, die ich noch nicht so lang kenne und trotzdem fühlt es sich so an, als wären wir eine kleine Familie. Komplett entspannt und ohne Geschenke hier, Geschenke da. Wir haben alle wieder Energie tanken können durch soviel Entschleunigung und sind bereit für einen tollen Jahreswechsel und alle Abenteuer die 2019 für uns bereit hält.
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P.S.: Mama, Papa, Kathi - wir feiern Weihnachten trotzdem nicht mehr getrennt ;) freu mich auf nächstes Jahr mit euch!
P.P.S.: Danke Jules, Felix + Julia für das wunderschöne Gefühle, eine eigene kleine Familie in Capetown zu haben.
 

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