Ein Schmuckstück Namens Hpa-An


Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich diesen Beitrag veröffentlichen soll. Dieser Ort ist einer der unberührtesten Gegenden ganz Myanmars. Tourismus wird hier noch ganz klein geschrieben. Still und heimlich hoffe ich, dass es für die Landschaft und Bewohner dort noch ganz lange so bleibt. Trotzdem bringen wir Touristen ebenso viele positive Eigenschaften mit - es werden mehr Arbeitsplätze geschaffen, das Einkommen steigt und der Austausch der verschiedensten Kulturen findet statt. Hier ist er also, mein Beitrag über das kleine Schmuckstück namens Hpa-An.
Hpa-An Überblick
Hpa-An liegt sechs Busstunden süd-östlich von Yangon entfernt. Sechs Busstunden, die in Österreich eine Qual für mich bedeuten würden. Nicht so hier in Myanmar. Das Abenteuer beginnt noch in Yangon am Busbahnhof - wir sind die einzigen europäischen Touristen und werden sehr aufmerksam von den Einheimischen beobachtet. Es werden alle möglichen Dinge angeboten - von Wachteleiern, über Longyis (die traditionelle Kleidung der Bevölkerung in Myanmar) und undefinierbarem, eventuell essbarem Zeugs. Wir werden jedoch von den Verkäufern komplett in Ruhe gelassen, denn diese sprechen kaum Englisch und so können wir das rege Treiben am Bahnhof sehr gut beobachten und genießen.
Myanmar Essenstand
Wir sind untertags mit dem Bus nach Hpa-An gefahren, was ich nur empfehlen kann. Die Landschaft ist phänomenal. Von vorbeiziehenden Wasserbüffel bis wunderschöne, sattgrüne Reisfelder haben wir alles dabei gehabt. Kaum am Ziel angekommen, erkundeten wir die Umgebung zu Fuß. Ich war und bin noch immer gefesselt von dieser einmaligen, anderen Welt - ich war schon in einigen asiatischen Ländern zu Besuch und auch bereits an eher untouristischen Orten aber mit soviel Neugier wurde ich noch nie beobachtet. Und die Neugierde ist überhaupt nicht unangenehm - die Menschen winken und lächeln einem zu, sind überaus freundlich und interessiert. Sie helfen, wo sie nur können. Man verständigt sich großteils mit Händen und Füßen. Eine wunderschöne, neue Erfahrung, als Außenseiter einer Gemeinschaft nicht wie ein unerwünschter Eindringling behandelt zu werden.
Hpa An Surroundings
Unser zweiter Tag in Hpa-An beginnt sehr früh - bereits um 4 Uhr morgens geht es für uns Richtung Mount Zwegabin. Mit 780m ist er einer der höchsten Berge in der näheren Umgebung, on the Top ist eine wunderschöne Pagode zu finden. Am Wochenende ist dort sogar einiges los, denn viele Einheimische Touristen aus ganz Myanmar nutzen Hpa-An als Pilgerstätte und Erholungsort zugleich. Der Aufstieg auf den Mount Zwegabin ist vor allem durch seine vielen, umregelmäßigen Stufen gekennzeichnet - super Training für den Gluteus Maximus ;) Die Aussicht war einfach einmalig. Man kann sogar bis zur Thailändischen Grenze sehen, die sich nicht weit weg befindet.
Mount Zwegabin Hpa-An
Nachdem wir ein bisschen Schlaf nachgeholt haben sind wir nochmal mit unseren Mopeds zur Kayut Ka Latt Pagoda los. Die Fahrt dorthin war ein einziger Genuss - wir konnten Feldarbeiter bei der Pflanzung von Reis beobachten, kamen an vielen Seen und kleinen Flüssen vorbei. Tausende Libellen schwirrten um uns herum. Hpa-An ist ein wahrlich magischer Ort.

Kyau Ka Latt Pagode
Am nächsten Tag stand eine der vielen heilige Caves auf den Plan. Diese können entweder alle in einer Tagestour besucht werden oder man macht es so wie wir: Moped ausleihen und auf eigene Faust losziehen. Wir besuchten die Saddan-Höhle, die ca. 45Minuten vom Zentrum entfernt ist. Das absolute Highlight kam zum Schluss - man hat die Wahl entweder wieder zu Fuß retour zum Ausgang zu gehen oder sich mit einem Boot zurückfahren zu lassen. Wir haben natürlich letzteres in Anspruch genommen. Ich versuche jetzt mal mehr Bilder wie Worte sprechen zu lassen , denn die Natur in Hpa-An ist einfach einmalig.
Saddan Cave Wandmalerei Sadan Cave Monks
Sadan Cave Boat
Saddan Cave Boattour Hpa-An Ricefield
Kyauk Ka Latt Pagoda Prayer
Hpa-An Ricefield Farmer
 

Hpa-An Hacks:

Restauranttips Hpa-An:
  • Das kleine Veranda Youth Community Café ist eine wundervolle, kleine Oase die hervorragende Smoothies, Iced Ginger Teas und Kaffee anbietet. Zum Essen gibts dort ebenfalls einiges, jedoch leider etwas hochpreisig für die kleinen Portionen. Die Besitzerin betreibt auch einen kleinen Shop, in denen Locals ihre Produkte anbieten können. Nachhaltigkeit und Umweltschutz wird hier ganz groß geschrieben, deswegen mein absolutes Lieblingscafé.

    Veranda Youth Community Cafe Hpa-An Veranda Youth Cafe Hpa-An Waste Board

  • Der Nightmarket in Hpa-An ist ein absolutes MUSS. Wir waren dort gleich mehrmals essen. Alles wird vor deinen Augen frisch gekocht und angerichtet. Cool war auch am späten Nachmittag zu beobachten, wie die verschiedensten Familien mit ihren kleinen fahrbaren Küchen anrückten und alles für den Abend vorbereiteten.

    Nightmarket Hpa-An
Übernachtungsmöglichkeiten:

recht viele Möglichkeiten zu nächtigen gibt es in Hpa-An nicht, wir haben im
übernachtet - was eindeutig eine der besten Unterkünfte in ganz Myanmar war. Ausreichend Platz im Zimmer, tolles Frühstück auf ausgesprochen liebes Personal. Mopeds haben wir direkt beim Hostel mit ausleihen können.
Wer Lust auf ein bisschen Luxus hat, sollte sich die Hpa-An Lodge genauer ansehen. 

Allgemeine Tipps für Hpa-An:
  • mit der Besteigung des Mount Zwegabin lieber zu früh als zu spät beginnen. Erstens ist es wunderschön, den Sonnenaufgang am Berg zu genießen. Zweitens wird’s ziemlich früh unerträglich heiß. Wir waren um 9:00 bereits wieder beim Abstieg und schwitzten dabei mehr als beim Aufstieg. In der Früh nicht die Stirnlampe vergessen, dort findet sich keine Beleuchtung am Weg. Start der Tour findet ihr beim Lumpini Garden.

    Lumpini Garden
  • Leiht euch am besten einfach ein Moped aus und genießt die Landschaft in vollen Zügen. Wir haben in unserem Hostel einen Moped-Verleih dabei gehabt und haben pro Tag um die 9000Kyat bezahlt.

  • Fortgehen in Myanmar ist nicht so leicht, denn alle Lokale und Bar's sperren schon um 23:00 Uhr zu. Wir haben uns einfach ein paar Bier in einem der kleinen Läden an der Straße gekauft und den Abend am Steg nahe dem Nightmarket genossen. Anschließend waren wir in einer Bar/Restaurant namens Paradiso. Der Besitzer hat uns am Ende sogar nach Hause gefahren, entweder weil er wirklich so lieb war oder weil wir ihm tierisch auf die Nerven gegangen sind, da wir alle ziemlich in Party-Laune waren ;) 

    Kathi Myanmar Beer

2 Kommentare


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