Krüger Nationalpark


Okay dann rollen wir das Feld mal von hinten auf und ich fang mit unseren Abenteuergeschichten vom anderen Ende Südafrikas an - denn gestartet sind wir ja eigentlich mit unserem Campervan namens Bobby in Kapstadt. So ist’s glaub ich auch für mich leichter, euch alle möglichen Tipps und Erfahrungen weiterzugeben. Daher gibts heute einen Beitrag über unsere zwei erlebnisreichen Tage im Krüger Nationalpark
Krueger Nationalpark Elefanten
Der Krueger Nationalpark ist das größte Wildschutzgebiete Afrikas - seine gesamte Fläche ist anscheinend so groß wie Israel, er grenzt an Mosambique und man kann locker eine Woche hier verbringen. Wir haben uns dazu entschieden, den südlichen Teil zu erkunden, denn dies ist zu einem der tierreichste Teil sowie super gelegen für unsere Weiterreise anschließend zum Blyde Canyon River.
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Wir sind bereits um 6:30 Uhr vor den Toren des Phabeni Gates gestanden und haben dort unseren Eintritt bezahlt - das sind zurzeit um die 23€ pro Person und pro Tag. Und dann ging die tierreiche Fahrt schon los: Wir haben gleich mal an einem Wasserloch gehalten und dort unser vorbereitetes Frühstück ausgepackt. Nachdem wir bereits zehn Minuten dort gestanden haben, ist uns aufgefallen, dass keine 100m von uns entfernt am anderen Ufer zwei Krokodile in der Sonne chillen. Natürlich waren wir gleich super aufgeregt und haben die Tiere genau beobachtet - die bewegen sich aber eher nicht so viel in der Früh, da sie erst einiges an Sonne tanken müssen, bis sie aufgewärmt sind.
Krüger Nationalpark Rhino
Anschließend gings weiter Richtung Lower Sabine Restcamp, wo wir die Nacht verbringen wollten. Wir sind also weiter auf der Teerstraße geblieben und waren so überrascht, wieviele Tiere wir einfach neben der Straße oder im Gebüsch entdeckt haben. Von Wilderbeasts, Impalas, Pumas, Elefanten, Giraffen und vielen wunderschönen Vögeln, von denen wir die Namen leider nicht kennen, war alles dabei. Somit haben wir sicher über zwei Stunden für ca. 50km gebraucht, da wir uns im Schneckentempo fortbewegt haben auf unserer Pirschfahrt durch den Busch.
Vor allem die Elefanten haben es uns angetan. Es ist unglaublich schön, die Riesen der Afrikanischen Steppe bei ihrer Wanderung zu beobachten. Sie bewegen sich so anmutig, obwohl sie so groß sind übersieht man sie manchmal fast wenn sie sich im Gestrüpp verstecken.

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Zu Mittag haben wir im oben erwähnten Lower Sabie Rest Camp Siesta gehalten und unsere Energie mit einem Kaffee von Mug&Bean (es gibt ernsthaft mitten im Nationalpark eine bekannte Cafekette) aufgetankt. Am späten Nachmittag ging es für uns wieder raus in den Busch. Diesmal haben wir uns zum Ziel gesetzt, die großen Katzen zu suchen. Wir sind dann mal recht lange herumgefahren und haben so gut wie keine Tiere entdeckt, aber nach einiger Zeit haben uns andere Parkbesucher den Tipp gegeben, wo wir Löwen finden könnten. Und tatsächlich, vier Kilometer weiter hat eine ganze Löwenherde mitten neben der Straße in der Nachmittagssonne geschlafen. Denn das ist die Hauptbeschäftigung der Löwen - sie schlafen oder putzen sich, denn sie brauchen oft bis zu 3 Tage keine Nahrung zu sich nehmen. So ein Gnu gibt anscheinend ganz schön aus. Bei der Rückfahrt zum Camp haben wir dann auch tatsächlich noch einen Gepard entdeckt, was ziemlich cool war, denn die sind super schwierig zu finden.
 
Krüger Nationalpark Wilderbeast
Tagwache am nächsten Morgen war 5:00 in der Früh und man glaubt es einfach nicht, aber der Busch ist in der Früh alles andere als leise und es sind nicht etwa die Big 5 die so laut sind, es sind die kleinsten Tierchen von Afrika - Grillen, Heuschrecken, alle möglichen Käfer und Vögel kreischen und zirpen um die Wette. Wir haben den Sonnenaufgang von der wunderschönen Terrasse des Camps genossen bis wir Besuch von einer Horde Baboons (Paviane) bekommen haben und wir geflüchtet sind. Die sind uns nämlich nicht ganz geheuer, diese frechen Affen.
Wir haben uns dann einfach mit unseren Pyjama ins Auto gesetzt und sind wieder auf Entdeckungstour gegangen. Wie ihr seht, im Krüger dreht sich alles darum, mit dem Auto herumzufahren und um Tiere zu entdecken egal ob groß oder klein. Es waren super tolle zwei Tage und wenn wir nicht beide so einen großen Bewegungsdrang gehabt hätten, wären wir wahrscheinlich noch viel länger im Park geblieben.
Krüger Nationalpark Straßen
Krüger Nationalpark Tipps:
  • Es gibt viele verschieden Ein- sowie Ausgänge im Krüger Park. Wir haben uns für den Phabenie Eingange entschieden, da er am besten auf unserer Route gelegen ist. Wenn ihr viel Zeit habt, ist es sicher cool, sich vom südlichen in den nördlichen Teil des Parks vorzuarbeiten.

  • Eintritt bezahlt ihr ganz einfach direkt am Gate. Wir haben kein Restcamp vorgebucht, da die Ferienzeit vorüber war. Seit ihr jedoch in jeglichen südafrikanischen Schulferien im Krüger, solltet ihr unbedingt vorbuchen, denn die Afrikaner lieben ihren Park und verbringen dort ihre Holidays.

  • Es gibt viele verschiedene Restcamps die ihr ansteuern und über Nacht bleiben könnt. Von Lodges bis Campsites ist alles dabei. Wir waren mit unserem Bobby natürlich am Campingplatz, der super Basic eingerichtet ist. 
  • im Park selbst kann man sich entweder im eigenen Auto fortbewegen oder man nimmt an einer der angebotenen Touren teil. Die Camps bieten alles mögliche an, wie zum Beispiel Walking Safaris oder Nachttouren. Da wir im Scotchia Private Reserve schon eine zweitägige Safari mit Ranger gemacht haben, haben wir den Park auf eigene Faust erkundet. Wer jedoch noch nie in einem Nationalpark war, sollte unbedingt an einer dieser Touren teilnehmen, da die Ranger natürlich so viel über die Tierwelt sowie Flora und Fauna wissen.
  • Mitten im Park aussteigen ist übrigens nicht - das ist strengstens Verboten. Wir haben uns am Eingang einfach eine Karte gekauft die super cool ist, denn dort sind alle Straßen, Wasserlöcher, Rest Camps, Toiletten und Picknickareas eingezeichnet. Kosten: ca. 85 Rand (= 5€)

  • Falls ihr, wie wir, mal von einem Elefanten oder einem übermütigen Rhino-Kind verfolgt werdet - unbedingt Ruhe bewahren. Denn das kann schon mal vorkommen. Die Tiere sind halt auch nur neugierig. Wir haben dann immer einfach unseren Motor abgeschalten und versucht, nicht in komplette Panik zu verfallen. 

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